Es gibt Tage, an denen will einfach nichts klappen. Alle Ampeln stehen auf Rot, vor dem wichtigen Termin mit einem Kunden kippt Ihnen die Kollegin aus Versehen ihren Kaffee über die weiße Bluse und zu Hause wartet ein Brief von der Verkehrsüberwachung mit einer Strafgebühr für zu schnelles Fahren.

Da kommen schnell Gedanken auf wie „Das passiert immer nur mir!“ oder „Alles hat sich gegen mich verschworen!“. Bei der Nachbarin dagegen scheint immer alles wie am Schnürchen zu laufen. Sie sieht niemals gehetzt aus, ihre Kinder sind gut in der Schule und jetzt hat sie auch noch eine Beförderung bekommen. Wie macht sie das nur und womit hat sie das verdient? Sie muss ein Glückspilz sein.

Aber ist es tatsächlich so, dass sich die Menschheit in Pechvögel und Glückskinder aufteilen lässt? Scheinbar sind manche von uns unter einem guten Stern geboren, lösen ihre Probleme immer irgendwie und nehmen aus jeder unschönen Situation doch noch etwas Gutes mit. Es macht den Eindruck, als ob ihnen das Glück einfach zufliegen würde, während es anderen den Rücken kehrt.

Der britische Wissenschaftler Richard Wiseman erforscht an der Universität Hertfordshire seit Jahren das Thema Glück („So machen Sie Ihr Glück“, ca. 20 Euro, z.B. über Buch.de). Dabei konnte er feststellen, dass es gar nicht so viel mit Schicksal zu tun hat, sondern vor allem eine Frage der inneren Lebenseinstellung ist.

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Glück lässt sich lernen - Teil II
Das Glücksexperiment